Karate kann man in drei wichtige Kategorien unterteilen. Das sind Kata, Kihon und Kumite, die auch bei einer Prüfung geprüft werden. Je nach Gurt unterscheiden sie sich und ab dem 3. Kyu wird der Karateka auch auf seine Kenntnisse in Bunkai geprüft.

Kihon ist die Grundschule beim Karate.
Hier werden einzelne Techniken trainiert und perfektioniert, indem man einen sicheren Stand, Kraft, Atmung, Präzision, Geschwindigkeit und saubere Techniken übt. Es können aber auch Techniken in Kombinationen gemacht werden, die die Konzentration fördern und die Ausdauer trainieren. Kihon ist sehr wichtig für Karate, daher sollte ein Karateka der Unterstufe (9. - 7. Kyu) die Grundschultechniken gut beherrschen, denn darauf muss er weiter aufbauen.

Kata ist ein vorgeschriebener Ablauf von bestimmten Techniken, die je nach Kata variieren.
In der Kata kann der Karateka zeigen, wie gut er schon Karate beherrscht, denn in einer Kata können leicht Fehler gemacht werden und somit werden Schwächen sichtbar, an denen der Karateka noch arbeiten muss.

Im Shotokan werden folgende Kata trainiert:

Taikyoku shodan (大極初段) Bassai dai (抜塞大) Gankaku (岩鶴)
Heian shodan (平安初段) Bassai shō (抜塞小) Nijūshiho (二十四歩)
Heian nidan (平安二段) Empi (燕飛) Chinte (珍手)
Heian sandan (平安三段) Jion (慈恩) Sochin (壮鎮)
Heian yondan (平安四段) Hangetsu (半月) Wankan (王冠)
Heian godan (平安五段) Kanku shō (観空大) Meikyō (明鏡)
Tekki shodan (鉄騎初段) Kanku dai (観空大) Gojūshiho dai (五十四歩大)
Tekki nidan (鉄騎二段) Jitte (慈恩) Gojūshiho shō (五十四歩小)
Tekki sandan (鉄騎三段) Ji'in (慈蔭) Unsu (雲手)
Ten no Kata (天の形)  

 

Bunkai ist das Hintergrundwissen der Techniken von beispielsweise einer Kata. Man erklärt hier, wozu die einzelnen Techniken gut sind und wie sie richtig eingesetzt werden können.
Somit wird sicher gestellt, dass sich ein Karateka im Klaren darüber ist, was er da überhaupt tut.

Kumite kann sowohl eine Übung mit dem Partner, mit der man z.B. die richtige Distanz zum Partner oder die richtige Abwehr üben soll, als auch ein Freikampf, wie er auf Turnieren stattfindet, sein.

Beim Freikampf wird das gleiche, wie bei den einfachen Partnerübungen, trainiert nur dass man auch Reaktion und schnelles Handeln übt. Da man in einem Freikampf einen Gegner hat, der auch zu jeder Zeit angreifen kann, wird eine realistischere Situation simuliert, sodass man sich in einer Notlage richtig verhalten und verteidigen kann.